AK 50 II

14.07.2018

Eschenrod sehen und staunen.

Unter diesem Motto stand der 2. Spieltag der 8. Hessenliga Nord besonders für die Spieler, die wie Trevor Smart und Theo Schöne den Platz im Hohen Vogelsberg bisher nicht kannten. Sie alle erwartete eine Golfanlage der etwas anderen Art.

Der Bauherr verfolgte seinerzeit im Gegensatz zu anderen Clubs das Konzept, auf dem hügeligen Gelände mit geringem Kapitalbedarf einen möglichst pflegeleichten Platz mit guter Ökobilanz zu schaffen. Hängende Fairways ohne Bewässerung stellen vor allem bei Trockenheit besondere Ansprüche an das Vorstellungsvermögen und die Taktik der Spieler. Den größten Unterschied zu anderen Plätzen aber machen die kleinen Grüns aus. Das direkte Anspiel ist häufig nicht zielführend, da die Bälle nicht unbedingt auf der Puttfläche halten. Vielmehr rollen sie – falls nicht direkt ins Aus -  zum Beispiel über die begrenzenden Wälle und müssen mit weiter Flugphase auf die Microgrüns zurück gechippt werden. Zweiputt wahrscheinlich. So muss sich Linksgolf anfühlen.

Eine zusätzliche Schwierigkeit war in diesem Jahr die extrem niedrige Rollgeschwindigkeit auf den Grüns. Aufgrund vieler Schadstellen konnte das Gras, um die Regeneration zu unterstützen, nicht auf die übliche Höhe gekürzt werden und bremste enorm. „Bei uns wäre der Ball über´s Grün gerollt“ war ein häufig zu hörender Kommentar bei zu kurz gelassenen Putts oder Chips. Wie sehr sehnte man die großzügig angelegten, intensiv gepflegten heimatlichen Greens herbei, auch wenn dieser Platz eine interessante neue Erfahrung bezüglich der eigenen Möglichkeiten und der unterschiedlichen Konzepte im Golfanlagenbau war.   

Manche Spieler kamen jedoch recht gut mit diesen Verhältnissen zurecht, allen voran Ralf Seibert aus Winnerod mit 26 Bruttopunkten. Er legte für unseren Nachbarclub den Grundstein für einen Vorsprung von 12 Punkten (106 insgesamt) gegenüber den Hausherren (94), dem GC Attighof (94) und dem GC Dillenburg (86).

Leider hatten die Winneröder die Rechnung aber ohne das Reglement gemacht. Pro Spieltag darf ein Clubmitglied nur für eine Mannschaft spielen. Einer der Akteure hatte am 23.6. den zweiten Spieltag der AK 50 I bestritten und hätte am zweiten Spieltag der AK 50 II in Eschenrod nicht auflaufen dürfen. Ironie des Schicksals: Selbst mit dem Ergebnis des Streichers (15) wäre Winnerod der Auswärtssieg nicht zu nehmen gewesen. Somit belegt die bisher stärkste Mannschaft der Liga aufgrund der unausweichlichen Disqualifikation den letzten Tabellenplatz. Dillenburg behält aufgrund des großen Vorsprungs aus dem Heimspiel, in dem besonders Dirk Büttner und Herbert Brandt geglänzt haben, die Führung.

Bei den Dillenburgern überzeugte Herbert Brandt auch dieses Mal mit 20 Bruttopunkten, gefolgt von Trevor Smart (18) und Stefan Buschek  (17). Bernd Pfeiffer (16), Theo Schöne (15) und Volker Happel (10) vervollständigten das Mannschaftsergebnis.  (ts)

 Bild

Herbert Brandt hat allen Grund zum Lachen

 

Platz

Golf-Club

Punkte

Stfd
Punkte

Dillenburg
30.06.2018
(11:00 Uhr)

Eschenrod
14.07.2018*
(10:00 Uhr)

Attighof
04.08.2018
(10:00 Uhr)

Winnerod
08.09.2018
(11:30 Uhr)

1.

Dillenburg II

6

187

4 Pkt. / 101

2 Pkt. / 86

2.

Attighof

5

170

2 Pkt. / 78

3 Pkt. / 92

3.

Eschenrod

5

167

1 Pkt. / 73

4 Pkt. / 94

4.

Winnerod II

3

86

3 Pkt. / 86

DQ