Doppelpreisausschluss

01.12.2016

Die in einem Wettspiel ausgelobten Preise sollen möglichst vielen Teilnehmern zu Gute kommen: Diese Idee steckt hinter dem Doppelpreisausschluss. Die Regelung besagt, dass jemand, der sowohl einen Brutto- als auch einen Nettopreis gewinnt, nur einen, und zwar den höherwertigen Preis erhält.

Bei den Sonderpreisen wie Longest Drive oder Nearest to the Pin läßt sich der Doppelpreisausschluss nicht anwenden, da in diesen Kategorien die exakte Reihenfolge nachträglich nicht zu ermitteln ist.

In der Praxis kann diese Regelung dazu führen, dass ein Spieler im Brutto wie im Netto gewinnt oder auf den Preisrängen platziert ist, seinen Nettopreis aber an jemanden abgeben muß, der schon ein oder mehrere Sonderpreise gewonnen hat.

Das ist einer der Gründe, weshalb der DGV dazu rät, den Doppelpreisausschluss nicht anzuwenden. Ein weiteres Argument: Es besteht keine Gefahr, Nettorang und Nettopreis zu verwechseln. Selbstredend ist derjenige, welcher aufgrund des Doppelpreisausschlusses den Preis für das erste Netto bekommt, nicht der Nettosieger. Das bleibt der mit den meisten Punkten beziehungsweise den wenigsten Schlägen. (Theo Schöne)