Wasserhindernis

01.01.2017

Ein Ball könnte nach dem Abschlag im Wasserhindernis zur Ruhe gekommen sein. Der Spieler spielt einen provisorischen Ball, weil er nicht sicher ist, ob der Ball im Wasserhindernis ist oder über die Grenze hinaus geflogen ist.

Ist dieses Verfahren korrekt oder ist der zweite gespielte Ball derjenige im Spiel? Zur Erinnerung: Ein provisorischer Ball kann gespielt werden, wenn der erste Ball außerhalb eines Wasserhindernisses im Aus oder verloren sein könnte.

 

Hier die Regel 27, die den Provisorischen Ball behandelt.

 

Wie würden Sie als Spielleitung entscheiden?

Sie sind sich nicht sicher? Für diesen Fall gibt es die "Entscheidungen zu den Golfregeln". Auf über 600 Seiten werden einzelne Fälle besprochen. Allein der Index umfasst beinahe 300 Seiten. Man muß nicht alles wissen, es reicht zu wissen, wo man sich informieren kann. 

Hier nun zwei Entscheidungen zu obiger Fragestellung:

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Im oben angeführtem Beispiel hat der Spieler angekündigt, einen provisorischen Ball nur deshalb zu spielen, weil er in einem Wasserhindernis sein könnte. Die abgebildeten Textstellen besagen, daß das nicht zulässig ist und das Spiel mit dem zweiten Ball und dem vierten Schlag fortzusetzen ist.

Wenn Sie also befürchten, Ihr Ball sei außerhalb eines Wasserhindernisses im Aus oder verloren, können Sie einen provisorischen Ball spielen. Kündigen Sie ihn aber mit genau dieser Begründung an, um eindeutig die Rechtmäßigkeit Ihres Handelns begründen zu können.  

 

Bedenken Sie dabei den Fall, daß Sie Ihren ersten Ball nicht finden. Sie können nun nicht mehr nach der Wasserhindernisregel den dritten Schlag machen, sondern Sie spielen den Provisorischen mit dem 4. Schlag. Sie können einen verlorenen Ball nur nach der Wasserhindernisregel spielen, wenn er sicher oder mit an Sicherheit grenzender Gewißheit im Hindernis verloren ist.